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25.08.ZDFVolle Kanne

INFO/BIO

KLEE haben es immer geschafft, dem in deutscher Sprache nicht selten schwer wiegendem, ernsten Lied eine angenehme Leichtigkeit entgegenzusetzen – ohne dabei auf Tiefe zu verzichten. Eine Eigenschaft, die durchaus auch einigen Stücken des ursprünglichen deutschen Schlagers innewohnt.

Solche Songs finden sich nun auf „HELLO AGAIN“ wieder: „Lauter Lieder, die vor unserer Pubertät geschrieben und interpretiert worden sind, und die man immer wieder im Kopf hat, weil sie schon zu Hause bei den Eltern auf Vinylsingles liefen,“ erzählt Suzie. Auffällig ist dabei, dass es sich nicht um die großen Partyschlager handelt: nicht „Sieben Fässer Wein“ von Roland Kaiser kam in die Auswahl, sondern das gefühlvolle „Manchmal möchte ich schon mit dir“. Nicht „Aber bitte mit Sahne“, sondern „Immer wieder geht die Sonne auf“ von Udo Jürgens. Lieder, die eher einer „Deep Side of Schlager“ zuzuordnen sind und eine gewisse Melancholie transportieren – und die dennoch gerade in den KLEE-Versionen tanzbar sind.

Auch darum geht es bei diesem Album: „Ich brauche keine starren Mauern und Grenzen. Ich will nicht nur bestimmte Lieder hören, weil irgendetwas anderes uncool ist. Das war noch nie unsere Sichtweise. Wir mögen, wenn etwas aufreißt,“ sagt Suzie. Und Sten fügt hinzu: „Ich mag Musik, die man mitsingen kann und mitsingen möchte.“ So ist der Weg zu „HELLO AGAIN“ der Bandgeschichte nach nur folgerichtig. Und wirft im Grunde doch keine Fragen auf. Höchstens die, wie es dazu kam, all diese alten Lieblingslieder in ein Bossa-Nova-Gewand zu packen. Auch dazu ist eine Antwort leicht gefunden: Als KLEE während der Studioarbeit an ihrem kommenden offiziellem Album saßen (dessen Veröffentlichung für 2016 geplant ist), hat die Band für eine Fanta-Werbekampagne eine Coverversion von „Hello Again“ eingespielt. Neben der im Spot verwendeten Version entstand – mehr aus Spielerei – eine Bossa-Nova-Variante, die alle Musiker um Suzie und Sten nicht mehr losgelassen hat. „Wir hatten bei der Aufnahme einen unglaublichen Spaß, uns auszuprobieren, und entwickelten zufällig ein gemeinsames Brennen für diesen Sound. Dann haben wir das noch mit anderen Stücken ausprobiert“, erinnert sich Suzie. Das blieb auch für die Plattenfirma kein Geheimnis, und schnell entstand die Idee, daraus auf dem Weg zum offiziellen Album ein weiteres „Sommeralbum“ zu planen. „Das lief dann plötzlich wie ein Zahnrad und entwickelte eine verrrückte Eigendynamik im Studio,“ berichten KLEE. Auch Produzent Olaf Opal (Juli, Sportfreunde Stiller, ebenso beim vorigen Album „Aus lauter Liebe“ an den Reglern) war schnell überzeugt. Durch die arg begrenzte Studiozeit entstand in sagenhaft kurzen zwei Wochen „HELLO AGAIN“, das gerade daher in seiner inneren Geschlossenheit so leichtfüßig daher kommt – auch weil es frei und spielerisch entstanden ist, und nicht an einem Reißbrett nach Marketingschema entworfen wurde.